Info-Bar für Rat & Tat

...und allerlei Nachrichten.
Hier sollen wichtige und unwichtige Informationen, Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt und weitergereicht werden.


Aprilscherz 2016: ABACUS revolutioniert Lautsprecher- und Verstärkerbau

Revolution im Verstärker- und Lautsprecherbau

Der Niedersächsische Elektronikhersteller ABACUS verblüfft mit einer neuen Fertigungstechnik. Unter strenger Geheimhaltung haben Karl-Heinz und Hanno Sonder mit ihrem Team jahrelang einen Vollautomaten zur Herstellung von Audiogeräten entwickelt. Die Erfindung wird erstmals am 32. März 2016 im großen Saal der TU-Nordenham der Fachwelt präsentiert.

Ausgewählte Fachjournalisten durften schon mal eine Vorführung der Maschine miterleben. „Eigentlich eine Art 3D-Drucker,“ erklärte Karl-Heinz Sonder das geheimnisvolle Gerät, „der bei entsprechender Programmierung Schicht für Schicht einen Verstärker oder einen Lautsprecher erzeugt.“ Auf Knopfdruck startete Juniorchef Hanno Sonder die Maschine und 20 Minuten später bestaunten alle einen neuen Aktivlautsprecher. Erstes Automatenprodukt ist der neue Aktivlautsprecher Trifon 5X in Weiß. Das Netzkabel muss allerdings noch auf herkömmliche Weise hergestellt werden - wegen der VDE-Bestimmungen.

Nach der beeindruckenden Demonstration waren alle gespannt auf Hanno Sonders Vortrag. Der junge Physiker räumte ein, dass der Drucker beim derzeitigen Stand der Entwicklung noch mit Rohstoffen gefüttert werden muss. Diverse Halbleiter und Metalle wie Gold, Kupfer, Zinn, Eisen und Aluminium, diverse Chemikalien und Lacke und für die Lautsprecher auch verschiedene Hölzer werden den Druckerdüsen zugeführt. Erstaunlich, dass auch die Alugehäuse der Verstärker schon fix und fertig eloxiert rauskommen - und die Lautsprechergehäuse echtholz-furniert. Alles eine Frage der Programmierung, beteuerte Hanno Sonder.

Über kurz oder lang wird es bei ABACUS neben der Serienproduktion immer mehr Auftragsdesign geben. Der Kunde bekommt ein Formular und wählt selbst, ob Linetreiber, Streamer, Vorverstärker, Endverstärker, Aktivlautsprecher, Aktivsubwoofer, welche Leistung, Anzahl der Wege, Ausstattung, Farbe und Größe…

Auf dem Fabrikhof soll in Kürze eine gläserne Manufaktur errichtet werden. Nebenan in der ABACUS-Cafeteria kann der Kunde bei einem Matjesbrötchen und einer Tasse Tee sozusagen die Entstehung seines Verstärkers oder seiner Aktivlautsprecher verfolgen.

3D-Drucker 3D-Drucker Detailansicht In Kürze: ABACUS Trifon 5X

Revolution im Verstärker- und Lautsprecherbau? - April, April!

Der traditionelle Aprilscherz von ABACUS - ganz offensichtlich nicht viel Wahres daran. -  Wahr ist aber - es wird tatsächlich in Kürze ein weiteres Trifon-Modell geben, die Trifon 5X. Die wurde im Aprilscherz als Automatenprodukt vorgestellt, ist aber in Wirklichkeit handgemacht in Deutschland - wie alles bei ABACUS...

Nordenham, 2. April 2016 (khs)


"Weltneuheit" ist ein Aprilscherz: ABACUS Eufonie-KonverterTM

Thema Schaltknall

ABACUS Eufonie-Konverter ABACUS Eufonie-Konverter


Aprilscherz 2014: ABACUS/AudioVero Linetreiber/Cleaner mit 7Hz-Falle

Warum empfinden Frauen Musik lauter?
ABACUS implementiert 7-Hertz-Falle in Cleaner/Linetreiber
Lieferstart für ein außergewöhnliches Produkt

Spielen Männer Musik wirklich zu laut ab? Bislang wurde das mehr oder weniger eingeräumt. Jetzt ist es heraus: Frauen empfinden Musik einfach nur lauter als Männer. Die Ursache geht zurück bis in die Frühzeit der Menschheit. In einer Gemeinschaftsstudie von Prof. Dr. Ulrik Brückenbauer und ABACUS wurde jetzt der Nachweis erbracht: Die Ursache ist eine „Siebenhertz-Unverträglichkeit“ im weiblichen Gehör – oder besser: in der psychologischen Geräuschverwertung.ABACUS Cleaner/Linetreiber mit 7HZ-Falle - offen

Bekanntlich steht ABACUS allen Psycho-Deutungen in der Audio-Szene sehr reserviert gegenüber. Bei dem Forschungsprojekt war allerdings sehr früh klar, dass es für die geschlechtsspezifisch unterschiedliche Lautstärkebewertung nur eine Erklärung in der Tiefenpsychologie geben kann. Bei der Forschungsarbeit stießen Ulrik Brückenbauer und Hanno Sonder auf ein Phänomen – weibliche und männliche Probanden empfanden in der ersten Sitzreihe beim Symphoniekonzert die Musik zwar „kräftig“, aber trotz gemessener 110dB Schalldruck nicht zu laut. Anschließend wurden die Testpersonen demselben Konzert bei exakt selber Lautstärke über elektromechanische Schallwandler (Lautsprecher) ausgesetzt. Die Frauen der Gruppe reagierten mit schmerzverzerrten Gesichtern und fuhren reflexartig die Händen hoch, um sich die Ohren zuzuhalten.

Das war die Basis der Forschungsarbeit. Und wieder einmal war es Assistent Zufall, der Licht in die Sache brachte: Während einer Hörprobe experimentierten die ABACUS-Techniker Ulf Bollmann und Rolf Wilkens nebenan mit klinisch reinen Einzelfrequenzen und immer wenn der 112Hz- und der 1792Hz-Sinuston ertönte, reagierten die Frauen mit schmerzverzerrten Gesichtern, während den Männern gar nichts anzumerken war. Experimentell wurden nun beginnend mit 7 Hertz Sinustöne mit jeweils doppelter Frequenz, also immer eine Oktave höher, erzeugt und abgespielt – für Männer ganz normal, aber für Frauen unerträglich.ABACUS Cleaner/Linetreiber mit 7HZ-Falle - geschlossen

Warum ist aber im Konzert, also live, alles gut, aber über Schallwandler nicht? - das würde sicher nicht einfach zu ergründen sein. Die Forschergruppe um Prof. Brückenbauer stellte bald fest, dass die vielen Tonaufnahmen unterschiedlichster Musikereignisse sich nicht von industriellen Produkten unterschieden. Man befand sich quasi in einer Sackgasse. Bis …

ja bis Hanno Sonder es wissen wollte und nochmal mit den Probanden einer Orchesterprobe des Städtischen Symphonieorchesters Nordenham beiwohnte. Im Gepäck aber diesmal ein Messequipment für eine Frequenzanalyse vor Ort. Kaum zu glauben, was sich da offenbarte – in der Livemusik gibt es keine 7 Hertz und es kommen auch keine auf sieben basierte Frequenzen in Oktavabständen vor. Das heißt, es existieren weder 7, 14, 28, 56, 112, 224, 448, 896, 1792, 3584, 7168 noch 14336Hz. Wie es aber kommt, dass sich bei allen Tonaufnahmen die Siebenerfrequenzen „einschleichen“ wird noch zu beweisen sein. Fakt ist aber, dass es live keine gibt.

Am Dienstag, 32. März 2014, stellt ABACUS für die geladene Presse offiziell einen Linetreiber vor, der neben der reinen Linetreiber- und Cleaner-Funktion einen 728dB-7-Hertz-Filter beinhaltet. Zunächst kommt das Gerät asymmetrisch und in Kürze auch symmetrisch für die XLR-Gemeinde. Bestellungen werden aufgenommen und voraussichtlich noch im April 2014 aufgelöst. Die Gefährdung des häuslichen Friedens wegen angeblich zu lauter Mucke sollte bis Ostern der Vergangenheit angehören.


 

Nordenham, den 2. April 2014 - dass sich hinter dem Datum 32. März 2014 kaum etwas Ernsthaftes verbergen würde, hat wohl jeder gleich gemerkt. Aber ein bisschen Spaß muss sein...

April, April!
grüßt
Karl-Heinz Sonder



Aprilscherz 2013: Hochtöner und Frequenzweiche ade?

ABACUS präsentiert Lautsprecher-Upgrade -
Hochtöner und Frequenzweichen künftig überflüssig

 

Ein Zufall verändert die Welt… Und ein solcher Zufall wird jetzt offenbar die Lautsprechertechnik revolutionieren. Das ABACUS-Entwicklerduo, Karl-Heinz und Hanno Sonder, überrascht mit einem ganz einfachen Verfahren, das aus jedem x-beliebigen Lautsprecher einen phasenrichtigen Breitbandlautsprecher macht.

Die Audioszene hatte sich längst damit abgefunden, dass die fast 10 Oktaven, die das menschliche Ohr wahrnehmen kann, nicht fehlerfrei von einem Schallwandler übertragen werden können. Und Mehrwegelautsprecher lösen bekanntermaßen das Problem auch nicht wirklich. Umso mehr besticht ein neues Verfahren der Nordenhamer durch Einfachheit und Wirksamkeit gleichermaßen. Und obendrein kann praktisch jede Lautsprecherbox für ganz kleines Geld in den High-End-Himmel gehievt werden. Keine Esoterik und keine kostspielige Modifikation ist angesagt - nur eine handelsübliche Spraydose mit Helium und ein paar Handgriffe, ganz ohne handwerkliche Vorkenntnisse.

Zuweilen macht man sich einen Spaß daraus – kurz etwas Helium in dem offenen Mund gesprayt und eine sonore Männerstimme tönt wie Micky Maus. Und wie’s der Zufall wollte – Karl-Heinz und Hanno Sonder waren im ABACUS-Labor. Für eine thermische Prüfung in einer offenen C-Box hatte Hanno versehentlich Helium statt Kältespray in der Hand. Obwohl der Hochtöner abgeklemmt war, tönten aus dem Tieftöner für einige Sekunden auch alle hohen Töne. Nichts fehlte, alles perfekt! Und was sagt die Messtechnik? Schnell mit C-Box und Helium in den Messraum und nachgemessen – Frequenzgang und Phase, einfach perfekt.

Kaum jemand kann ermessen, was in einem HiFi-Entwickler vorgeht, wenn er auf solche Weise plötzlich erkennt, dass viele Jahre Forschung und Entwicklung am Thema Mehrwege und Frequenzweichen sozusagen für die Katz‘ sind… Glücklicherweise muss man im Hause ABACUS nicht in Panik geraten, denn ein guter Verstärker wird durch diese Erfindung nicht überflüssig. ABACUS wird sich jetzt verstärkt um sein Kerngeschäft kümmern – HiFi-Verstärker.

Was tut der Musikfreund jetzt, um in den neuen Genuss perfekter Tonwidergabe zu kommen? – Der Reihe nach:

  • erst mal zum Baumarkt und eine Spraydose Helium kaufen, möglichst mit flexiblem Sprühschlauch;
  • dann an der Frequenzweiche der Lautsprecherboxen Mittel- und Hochtöner trennen;
  • gegebenenfalls ein verschließbares Loch in die Gehäuserückwand bohren (entfällt bei Bassreflexboxen);
  • je nach Gehäusevolumen 1:25 bis 2:75 Sekunden lang in die jeweilige Öffnung sprühen und die dann ganz schnell verschließen.

Ein gutes luftdichtes Gehäuse kann etwa sechs Monate lang eine ausreichende Heliumladung halten, Lautsprecher in Bodennähe auch deutlich länger, weil Helium leichter als Luft ist. Eine leichtverständliche Anleitung zur Selbsthilfe kann bei ABACUS kostenlos bestellt werden.



Nordenham, 32.03.2013 khs


2. April 2013

Einer Nachricht mit dem Datum 32. März sollte man nicht allzusehr trauen... Aber viele treue Besucher der ABACUS-Website waren schon gespannt, was ABACUS dieses Jahr wohl wieder aushecken würde... Helium statt Hochtöner? - diesmal hat's wohl jeder gleich gemerkt:

April, April! - grüßt

Karl-Heinz Sonder


"Audio-Tuning"

Thema Tuning

Dass Gerätehersteller auf der Basis des technischen Fortschritts und eigener Erfahrungen Updates und Modifikationen ihrer eigenen Produkte anbieten, ist grundsätzlich gut. Auch gut, wenn qualifizierte Techniker "alte Schätzchen" wieder auf Vordermann bringen.

Anders ist es mit den „Klangzauberern“, die teueres „HiFi-Tuning“ anbieten, ohne über die Qualifikation bzw. Kompetenz eines Entwicklers zu verfügen. Die geben aber vor, alles besser zu wissen als Konstrukteure und Entwickler intelligenter Schaltungen. Die folgende Abhandlung will zum Denken anregen.

In vielen Kundengesprächen wird von geheimnisvollen Modifikationen berichtet. Und am vergangenen Sonntag habe ich mal zum Thema Audio-Tuning gegooglet. Eine „normale“ HiFi-Komponente wird plötzlich zum Spitzenprodukt, weil jemand Hand angelegt hat. Und dafür wird oft ein Betrag gefordert, der dem Kaufpreis des Gerätes nahe kommt oder diesen sogar übersteigt. Und statt physikalischer Fakten werden esoterische Konzepte bemüht.

Aus tiefer Sorge, mit seinen Komponenten nicht das Maß der Dinge zu erreichen, werden immer wieder mal neue Wunderstrippen versucht, die nach und nach ein Vermögen verschlingen. Und ebenso herrscht der Glaube, der Einbau ein paar neuer Teile in eine Audio-Komponente könne den Klang verbessern.

Viele HiFi-Fans haben schon mehrfach horrende Summen aufgewendet und nach gewisser Zeit festgestellt, dass es allenfalls anders, selten aber besser geworden ist. Im Gegenteil! Eine gewisse Zeit lang suggeriert der hohe Kaufpreis in Verbindung mit dem „Anders“ einen Qualitätsgewinn; aber irgendwann kommt meistens die Ernüchterung…

Würde für ein paar Cent für ein besseres oder zusätzliches Bauteil eine höhere Qualität möglich, würden alle Konstrukteure das gleich einbauen. Wenn aber statt der Physiker die Klangphilosophen Hand anlegen, schützen den Kunden nur noch Logik und Urteilsfähigkeit vor unsinnigen Ausgaben. Und Vorsicht: So etwas wie der Indische Seiltrick - den gibt es auch in Sachen HiFi.

Etwas anderes beim Thema Leistung; die bestimmt nämlich maßgeblich den Preis eines Audio-Produkts. Hier ist eine Nachrüstung unter Umständen sogar sinnvoll. Mehr Ladekapazität, ein größerer Trafo – soweit Endtransistoren und Kühlkörper noch mitspielen… Das muss zwar nicht unbedingt nützlich sein, schaden tut’s aber auch nicht, wenn’s nur gut gemacht ist.

Der Glaube, mit Strippen und Voodoo die Audio-Komponenten in eine andere Liga pushen zu können, darf getrost bestritten werden. Mit den Kosten eines „Tunings“ könnte man oft eine bessere Komponente erwerben. Das könnte zum Beispiel diejenige sein, die mit den anderen vorhandenen Komponenten besser harmoniert oder auch generell anderen Produkten technisch überlegen ist.

Zum Schluss der Rat des Verfassers:

Kühlen Kopf bewahren und erest mal drüber nachdenken, was da erzählt oder geschrieben wird. Passen Verkaufsargumente und die Physik noch zusammen? Kommen Zweifel auf, ist Vorsicht geboten. Einfach nicht kaufen, ist dann wahrscheinlich der beste Rat.

Bearbeitet 13.09.2013 khs


Erst mal Lautsprecher optimal aufstellen - dann Raumkorrektur...

Etwas zum Thema Aufstellung von Lautsprechern und Raumkorrektur
und ein Brief von Karl-Heinz Sonder an einen ganz besonders netten ABACUS-Kunden

Immer öfter und immer früher greifen heutzutage HiFi-Enthusiasten zum Mittel Raumkorrektur. Einmessen, sagt man. Und tatsächlich spricht dann die Ohne-Mit-Umschaltung oft für sich.

Nach meiner Überzeugung sollte ein Roommatching erst erfolgen, wenn zuvor das bestmögliche Ergebnis durch optimale Lautsprecheraufstellung gefunden wurde. Nach meiner Erfahrung ist es dann oft gar nicht mehr nötig, weil’s dann kaum noch was bringt und zuweilen die klitzekleinen Vorteile durch unverhältnismäßig größere Nachteile vernascht werden.

Und manch ein HiFi-Freund hat auch die Erfahrung gemacht, dass mit einem verstärkerseitig kontrollierten Lautsprecher eine raumakustische Korrektur nicht so krass eingestellt werden muss und sich dann zuweilen als überflüssig oder gar klangschädlich erweist. In diesem Zusammenhang erweisen sich Verstärker mit starker Gegenkopplung als besonders praxistauglich – und natürlich geregelte Aktivlautsprecher.

Wenn mit Korrektursystemen akustischen Raumeigenschaften vorgebeugt werden soll, muss das Signal entsprechend vorverzerrt werden. Dass dies hinterher ohne Folgen auf das Signal bleibt, kann man nur hoffen…

Darum mein Rat - erst mal Aufstellung optimieren! Wenn es dann mit Korrektur immer noch besser tönt, ist alles okay. Sonst kann man besser drauf verzichten und Kosten und Mühen sparen.

In dem folgenden Brief an einen lieben ABACUS-Kunden berichte ich hier über meine Erfahrung mit meinen neuen ABACUS APC24-23C in meinem neuen Musikzimmer:

[…]

Unser Sohn Hanno wohnt nicht mehr zu Hause. Das ist sicher gut so und auch ganz normal – aber trotzdem erst mal ein bisschen traurig. Ein kleiner Trost – ich habe seitdem ein Musikzimmer. Keine Diskussion mehr, ob es, so wie ich höre, wirklich laut ist... Seit Weihnachten spielt in meinem Musikzimmer ein Paar 100% geregelte Aktivboxen ABACUS APC24-23C am Analogausgang meiner Squeezebox Touch mit 20cm Line-Strippe am Vorverstärker ABACUS 6-2RC.

Der RaumABACUS APC24-23C mit und ohne Frontabdeckung ist akustisch guter Standard. Der Klang? - von Anfang an gut, wirklich gut. Aber nicht so gut, um restlos zufrieden zu sein - wenn man weiß, dass da mehr geht… Die Hörprozedur lief dann stets etwa so ab: Musik starten, entspannt zurücklehnen, Augen zu und hören. Nach ein, zwei Titeln aufspringen, Lautsprecherposition etwas nacharbeiten. Immer war‘s dann erst mal besser. Tags drauf aber dasselbe Spiel: Lautsprecherposition wieder etwas nachgebessert – und gut iss.

Dann kam Ostern - norddeutsches Schmuddelwetter und darum mal ein bisschen Zeit, um ganz entspannt und am Stück Musik zu hören. Eigentlich wusste ich ja schon die ganze Zeit, dass die Lautsprecher nicht wirklich richtig standen. Wenn ich jetzt dieses oder jenes etwas verrücke, dann könnte ich doch die Lautsprecher in die Position bringen, die sie eigentlich haben sollten…

Was soll ich sagen? – das war’s! Seit Weihnachten experimentiert und Ostern öffnet sich der Himmel. Jetzt stimmt einfach alles!

Sie wissen von meinen Ehrgeiz, erst mal möglichst alle Maßnahmen der Optimierung der Lautsprecheraufstellung abzuarbeiten, bevor ich an die Akustik des Raumes gehe. Und bisher immer, wenn ich das Thema Aufstellung gemeistert hatte, verspürte ich keine Motivation mehr, an der Akustik rumzumachen.

Jetzt Ist da eine Bühne. Und die bleibt dort, auch wenn ich im Raum umherspaziere, sogar rechts neben dem rechten und links neben dem linken Lautsprecher. So liebe ich es – in den Sessel fläzen, Musik an, Augen zu...

Wenn ich Bäcker oder Metzger wäre und ähnlich viel Spaß mit den eigenen Produkten hätte – ich fürchte, ich würde durch keine Tür mehr passen…

[…]

Nordenham, den 24.04.2012

Karl-Heinz Sonder


Aprilscherz 2012: NAI - Netzgeführter Akustik-Infeeder 

NAI - Netzgeführter Akustik-Infeeder
Neues Verfahren zur akustischen Energierückgewinnung

ABACUS stellt vor:
Stromerzeugung mit Schall

NORDENHAM - Die Abschaltung der Kernkraftwerke wird in Deutschland mehrheitlich begrüßt. Allerdings entwickeln viele Anhänger hochwertiger Musikwiedergabe seit der Energiewende ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Hobby. Aus der Sorge über den Stromverbrauch beim Musik hören bleiben Verstärker und Co. vielfach ausgeschaltet. Und wieder kommt der norddeutsche HiFi-Hersteller ABACUS mit einer bahnbrechenden Erfindung: Energierückgewinnung aus überflüssigem Schall.

Karl-Heinz Sonder

Nur ein geringer Teil des Schalls, der uns stets umgibt, wird tatsächlich benötigt, um akustische Informationen ans Trommelfell zu bringen. Beim Musik hören mit Lautsprechern wird elektrischer Strom verbraucht. Mit dem Zufluss elektrischer Energie aus Verstärkern bewegen sich die Lautsprechermembranen und erzeugen Schall - mit zunehmender Lautstärke immer mehr. Alle Energie, die nicht im Ohr verbraucht wird, ist Energievergeudung. Die Verlustrate ist über 99%. Hier tut sich eine unglaubliche Chance zur Energieersparnis auf.

Inzwischen hat ABACUS seine Erfindung weltweit zum Patent angemeldet. „Da kann man schon mal die Katze aus dem Sack lassen“, erklärt ABACUS-Chef Karl-Heinz Sonder. In einer Pressekonferenz im Technologiezentrum Nordenham soll erstmals die bahnbrechende Erfindung der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zahlreiche Wissenschaftler, Journalisten und Politiker haben sich bereits angemeldet: Am 01.04.2012 um 13 Uhr wird Junior-Chef Hanno Sonder das bisher streng gehütete Geheimnis lüften

Aus einer Spraydose wird ein hauchdünner, unsichtbarer und völlig geruchloser Film auf Wände, Boden und Decke eines Raumes aufgesprüht, absolut FCKW-frei. In dem Film enthalten sind klitzekleine Kristalle. Mit einem Kontaktkleber wird auf Fußleistenhöhe in die diagonal gegenüberliegenden Raumecken ein Kupferdraht mit Kontaktflächen befestigt. Die beiden Drähte werden an ein etwa zigarrenkistengroßes Gerät mit der Aufschrift „ABACUS netzgeführter Akustik-Infeeder“ angeschlossen, das wiederum mit einem Kabel in einer normalen Schukosteckdose mündet. Und nun erklärt Karl-Heinz Sonder, wie’s funktioniert:

Akustik-Infeeder mit Kristallspray

 

ABACUS NAI - Zuführung

Bereits in der frühen Tontechnik wurde mit sogenannten Kristallmikrofonen gearbeitet und noch heute werden mit diesem System Sensoren und Schallwandler gebaut. Dieses Prinzip wird in der Physik als piezoelektrischer Effekt bezeichnet. Blitzschnell reiben sich die Kristalle und erzeugen so mit sensationellem Wirkungsgrad elektrischen Strom. Diesen Effekt nutzt ABACUS bei seiner Erfindung. Der überflüssige Schall trifft auf die Kristalle an den Wänden und erzeugt je nach Lautstärke Strom, der über die Kontaktdrähte auf den Fensterkomperator im Akustik-Infeeder treffen. Sobald der Spannungswert die Netzspitzenspannung erreicht hat, fließt der gespeicherte Strom in die abfallende negative oder positive Amplitude. Es handelt sich hier um eine kapazitive Einspeisung, erklärt Sonder, also eine besonders wertvolle Form, die zum „Reinigen“ induktiv verseuchten Stroms bei allen Energieversorgern hochwillkommen sei.

ABACUS-Spaydose Der auf Wände, Boden und Decke treffende Schall wird praktisch zu 100% zu elektrischem Strom gewandelt. Alle Energie, die nicht im Gehörgang der Zuhörer verbraucht wird, fließt zurück ins Netz. Und fachkundige audiophile Musikfreunde horchen spätestens hier auf. Praktisch alle klangschädlichen akustischen Raummoden werden sozusagen von den Wänden aufgefressen. Sensationell ist auch, dass geräuschempfindliche Nachbarn sich nicht mehr über zu laute Musik beklagen.

Die Energieversorger bauen in ihre Verbrauchszähler Rücklaufsperren ein. Der Zähler kann nur vorwärts drehen oder bleibt stehen. Wenn mehr Strom aus überflüssigem Schall erzeugt wird, als durch die Stromverbraucher im Haushalt verbraucht wird, lohnt sich eine hochsubventionierte Einspeisung. Stellen Sie sich vor, sie wohnen in einer Flugschneise oder einer Ampelkreuzung… In der Regel wird die Einspeisung höher dotiert, als gleichzeitig verbrauchter Strom kostet. Viel mehr als bei den bekannten Einspeisungen handelt es sich hier um eine wirklich regenerative.

ABACUS NAI - Einspeisegerät

Wichtig ist den beiden Erfindern der Hinweis, dass mit dieser besonders preiswerten Form der regenerativen Energieerzeugung keineswegs die bisherigen Verfahren ersetzt werden sollen. Strom aus Wind- und Solarenergie sollen damit nicht in Frage gestellt werden. Ein Formular für einen Einspeiseantrag erhalten Sie hier:

April, April!

Nordenham, 01.04.2012 (khs)


Zweibrücken: 1. Präsentation ABACUS APC24-23C + Basssockel ABS210

Karl-Heinz Sonder und Ralph Gottlob enthüllen die Aktivboxen APC24-23C und die Aktivbässe ABS210 Über 20 Besucherinnen und Besucher lauschten gespannt - Präsentation ABACUS 24-23C + Basssockel ABS210 Frisch enthüllt: APC24-23C mit Aktivbasssockel ABS210 - 1. öffentliche Präsentation bei Ralph Gottlob, Aktive HiFi-Börse Präsentation ABACUS 24-23C + Basssockel ABS210 - volles Haus in der Aktive HiFi-Börse von Ralph Gottlob


Aprilscherz 2011: Die Weltsensation DTA - leider nur ein Aprilscherz

April, April! 

Wie schon seit Jahren bietet ABACUS auch heuer eine "Sensation" zum Schmunzeln. In der HiFi-Branche nimmt man sich gerne wichtig und überschüttet den Markt mit Sensationen. Hier der Beitrag von ABACUS zum 1. April 2011. 


 

"DTA" (Direct to Ear) - Lautsprecher ade 

ABACUS erfindet neue Schallwandlung 

NORDENHAM - Gleichermaßen verblüfft und enttäuscht blickten sie drein, die geladenen Fachjournalisten - hatte ABACUS electronics doch eine Lautsprecher-Sensation angekündigt. Aber kein einziger Lautsprecher war zu sehen im großen Kongresssaal im Nordenhamer Technologiezentrum. Lediglich eine Spirale aus Kupferdraht, zwischen zwei Stühle gespannt. Zwei rote Litzen am rechten und linken Ende der Luftspule und zwei schwarze in der Mitte angeklemmt, verbinden das Gebilde mit den Lautsprecherbuchsen einer ABACUS-Endstufe. Auf dem Tisch neben dem brandneuen ABACUS Ampollo stehen einige Spraydosen mit der Aufschrift „Magnetspray - FCKW-frei“.  

Karl-Heinz SonderWenn ABACUS etwas ankündigt, erwarten natürlich alle, dass Karl-Heinz Sonder und Sohn Hanno der Audio-HiFi-Welt wieder mal eine neue Technik erschlossen haben. Mit einer kurzen Ansprache begrüßte der Firmenchef die Anwesenden, ließ aber völlig offen, was es denn mit der versprochenen Lautsprechersensation auf sich habe. Man werde schon sehen, versprach Karl-Heinz Sonder und startete die Präsentation.

Hanno Sonder fütterte den bereitstehenden CD-Player mit der neuen Unpluged-CD von Hansi Last, Titel: „Förster James bittet zur Jagd“, eine vertonte und für Bigband arrangierte Auswahl von Hermann-Löns-Gedichten. Auf „Start“ gedrückt - aber nichts geschieht. „Was hören Sie?“, fragte der ABACUS-Chef. „Nichts!“ kam die Antwort wie aus einem Munde. Eine gewisse Portion Enttäuschung hörte man mitschwingen. Dann griff Sonder eine der FCKW-frei-Spraydosen und sprühte links beginnend in die Nähe der Kupferspirale. Und nun geschah des Unglaubliche: 

Links außen setzten die Violinen ein, dahinter die Waldhörner und mit dem Strahl aus der Spraydose füllte sich das Orchester bis zu den Bässen ganz rechts. Die Zuhörer rieben sich verwundert abwechselnd Augen und Ohren. Weder Musiker, noch Lautsprecher zu sehen aber ein Klangerlebnis aus dem Nichts - absolut original. Musik wie Licht. Andere Musikbeispiele folgten; immer dasselbe – ein „Klanghologramm“, resümierte der bekannte Fachjournalist Rudi Maltke und forderte eine glaubwürdige Erklärung für das unglaubliche Geschehen. Und die Erklärung offenbarte, dass sich die Audio-Branche in Kürze quasi erneuern würde.   

Und so funktioniert das System:  

Das Audiosignal wird der Luftspule zugeführt. Bei Stereo-Anwendungen reichen zwei Kanäle, bei Multikanal-Anlagen entsprechend mehr. Ein Subwoofer sei dabei kropfmäßig überflüssig, beteuern die Entwickler. Es handelt sich hier zwar um 

eine Schallwandlung nach dem elektrodynamischen Prinzip, allerdings fehlt zum Wandelprozess das Eisen in der Spule. Und jetzt kommt die Spraydose. Das sei, so Sonder, nichts anderes als magnetisches Ferrospray. Magnetisierte Eisenmoleküle werden mit einem umweltverträglichen Treibgas zerstäubt und gelangen in das elektrische Feld der Luftspule. Dort werden direkt und ohne Umweg über Membranen die Luftmoleküle angestoßen. Das Ergebnis ist eine absolut unverfälschte Wiedergabe, frei von Eigenklang aus Schallwandlern oder Gehäusen. Dem Frequenzgang im Tiefbass und dem Schalldruck sind absolut keine Grenzen gesetzt. Kein Geheimnis machen die Entwickler daraus, dass es sich hier um einen Moving-Magnet-Schallwandler handelt, quasi masselos, während der klassische elektrodynamische Lautsprecher als „Moving-Coil“ agiert. ABACUS DTA (Direct to Air)

Ein gewisses Maß an Skepsis greift jetzt um sich und die Fachjournalisten bestürmen die Erfinder mit vielen Fragen. Am Ende alles kein Problem. Nur die Frage nach den Rückständen erregt noch die Gemüter. Wo und wie viel Eisenstaub fällt im Hörraum an und was geschieht damit… Hanno Sonder kann auch hier letzte Bedenken ausräumen.  

Zunächst mal die Frage nach der erforderlichen Eisenmenge: Gleichmäßig gesprayt und bei Zimmerlautstärke werden die Eisenmoleküle in der Schwebe gehalten. Erst lange nach dem Abschalten lagert sich etwas Eisenstaub ab; das kann aber leicht mit einem Magnettuch aufgenommen werden. Bleiben Reste in Ecken und Nischen liegen, kann es bei hoher Luftfeuchtigkeit gelegentlich zu bräunlichen Rostablagerungen kommen. Das ist mit einem feuchten Tuch schnell weggewischt. Und jetzt kommt’s: das chemisch reine Eisen sei blutbildend und daher gesundheitsförderlich, beteuern die Erfinder.

Zum Thema Ausgestaltung der bahnbrechenden Erfindung wird zurzeit an einem Nirosta-Spray gearbeitet. Dies, so Karl-Heinz Sonder, sei noch unbefriedigend, weil damit der für einen Naturklang erforderliche Schalldruck noch nicht erreicht werde. Vielversprechend seien hingegen Versuche mit einer neuartigen Spraydose, die mit dem beim Sprayen entstandenen Unterdruck die Eisenmoleküle später in die Dose zurücksaugt. Jahrelang könne dann eine Dosenfüllung reichen, wenn nicht gerade übermäßig gelüftet wird. Bei Außenübertragungen kann das System zurzeit noch nicht eingesetzt werden.  

Ein ABACUS-DTA-System (Direct to Air) kann bei ABACUS bestellt werden. Zum Bestellumfang gehören eine Doppelluftspule (Stereo-Kit) und eine 300g-Dose Magnetspray. Bestellungen können nur telefonisch oder per Email entgegen genommen werden. Lieferstart ist der 1. April 2011! Und jetzt die Sensation: Für alle ABACUS-Kunden ist die Bestellung kostenlos.

Nordenham, 01.04.2011 (khs)


Analogschallplatte


... voll symmetrisch und/oder Brückenschaltung

ABACUS Connect XLR - macht jede Stereo-Endstufe "voll symmetrisch"


Thema Fachhandel: ...wenn das Sortiment feststeht

"Zum Anhören viel zu heiß. Und außerdem steht mein Sortiment."

Karl-Heinz Sonder, ich also, macht Urlaub. 14 Tage am Bodensee. Temperaur: über 30 Grad Celsius.

In dieser Branche und wirklich ganz abschalten – das geht wahrscheinlich nicht. Darum begleitet mich (wie stets auf Reisen) ein Ampino im Schalenköfferchen. Der Miniamp passt immer noch rein in den Kofferraum…

Beim Ausflug in eine wunderschöne Grenzstadt, wenige 100 Meter weiter ist schon Schweiz, fand ich zufällig in einem Hinterhof ein schmuckes HiFi-Lädchen. Spontan stellte ich mir vor: Hier ein gutes Fachgeschäft mit ABACUS-Produkten am Bodensee und direkt an der Grenze zur Schweiz – das wäre sicher hilfreich. Also nix wie rein!

Kein Kunde im Laden. Warten – und dann kam er schließlich, der Händler, von irgendwo hinten. Wie die ausgestellten Lautsprecher wohl am ABACUS tönen würden…? Ich wusste es. Mein Gegenüber aber nicht…

Ich stellte mich vor, überreichte die obligatorische Visitenkarte – Karl-Heinz Sonder heiße ich, komme von ABACUS und ich verbringe hier meinen Urlaub. „Schön für Sie!“ meinte mein Gegenüber. „Find‘ ich auch!“ – was Originelles fiel mir auf die Schnelle nicht ein.

„Ich habe einen ABACUS-Miniamp dabei. Wenn Sie Interesse haben, dann lass‘ ich den gerne mal hier, zum Anhören.“

„Ne, keine Lust! Viel zu heiß. Und außerdem - mein Sortiment steht. Und ich komme sowieso schon nicht mehr mit der Arbeit nach.“

Als Fan eines qualifizierten Facheinzelhandels habe ich in den zurückliegenden Jahren stets bedauert, dass immer mehr HiFi-Studios geschlossen wurden. ABACUS musste sich, ohne das eigentlich zu wollen, mehr und mehr dem Direktvertrieb öffnen. Schade eigentlich, denn wie und wo soll dann noch Beratung und Vorführung stattfinden?

Aber wie so oft - aus der Not wachsen stets neue Ideen. Testgeräte-Pakete wurden bereitgestellt. Kundenberatung ohne Einschränkung, per Post und Email, am Telefon und über die Website. Kurzum, ABACUS hat, soweit wie möglich, die Funktionen des Fachhandels mit übernommen. Übernehmen müssen.

Eine kleine Zahl ausgesuchter Fachhändler wird dennoch beliefert. ABACUS beschäftigt keinen teuren Außendienst und macht auch keine Kontaktbesuche im Fachhandel. Aber wie haben denn die ABACUS-Fachhändler mit ABACUS zusammengefunden?

Bei denen „steht“ das Sortiment nicht, sondern sie sind stets auf der Suche nach dem Besseren für ihre Kunden. Und dabei sind sie dann irgendwie und irgendwann an ABACUS „geraten“.

Eriskirch, im Juli 2010

Karl-Heinz Sonder
Geschäftsführer

 


Aprilscherz 2010: ABACUS Klangschüssel gewinnt Innovationspreis

  April, April!

Klangschüsseln - das war natürlich Quatsch! Aber vielleicht hat es den Lesern Spaß gemacht... Solche Produkte gibt es bei ABACUS nur am 1. April. Ein Fachjournalist sagte am Telefon, er habe zuweilen den Verdacht, dass bei manchen in der HiFi-Branche das ganze Jahr über 1. April ist.

Hier noch mal zum Nachlesen:

Klangschüsseln – ABACUS überrascht mit revolutionärer Technik 

Eine blassrosafarbene Membran mit 237mm Durchmesser in Form einer Schüssel mit Elektronik… Wenn ABACUS mit einer Neuheit kommt, merkt die Szene auf. Es heißt, die machen es immer anders. Auch dies mal löst ABACUS wieder eine lebhafte Diskussion aus.

Der Comic-Zeichner Wilhelm Busch sagte einst, Musik werde oft als Lärm empfunden, weil sie mit Geräusch verbunden… Das gilt heute mehr denn je, zumal es damals noch keine Verstärker gab. Nicht nur leiser, sondern viel natürlicher ging es zu; eine Geige klang zwar oftmals schrecklich, aber stets wie Geige - mit oder ohne C37-Lack. Ein Schlagertext aus jener Zeit bringt’s auf den Punkt: „Gib dem Bub‘ die Geige nicht, denn der Bub‘ der weiß doch nicht, was man mit der Geige tut; er macht sie nur kapuut!“

Heute, mit Verstärkern und dünnem Mauerwerk hätte Busch nicht von Lärm, sondern von Getöse gesprochen. Darüber geraten Familien und Nachbarn in Streit, oft bis vors Gericht. Darum hat das Bundesfamilienministerium (BuMiFam) das Forschungsprojekt „Ruhe in der Musik“ ausgeschrieben. Völlig unerwartet erhielt nun ABACUS electronics den Zuspruch.

Prof. Dr. Samuel HahnemannSchon im 19. Jahrhundert hat der Medizin-Professor Hahnemann die Homöopathie erfunden. Sein Rezept: Gleiches mit Gleichem bekämpfen. Genau nach dieser Methode ging ABACUS die Sache an.

Ein Komplexsignalkomperator nimmt das Nutzsignal direkt an den Lautsprechern auf und dreht die Phase um genau 180 Grad. Dieses exakt gegenphasige Signal enthält alle Klangeigenschaften der HiFi-Kette, also auch der Kabel, Klemmen und anderer Zubehörteile. Prallen jetzt Schall und Gegenschall aufeinander, ist Stille. Übrig bleibt lediglich der feine Klang mitschwingender Glasflächen und das Klirren des Geschirrs im Schrank.

ABACUS arbeitet sonst streng elektronisch; aber hier setzen die Norddeutschen auf Elektromechanik. Das Komperatorsignal wird einer Biegemembran zugeführt, die exakt den Verzögerungswert synchronisiert. Reiner Zufall war die Entdeckung des perfekten Membran-Materials: Zentnerweise fallen nämlich beim Krabbenpuhlen Schalen an und bisher war das reiner Abfall. Das ist aber hochprozentiges Chitin, der ideale Grundstoff für Biegestrahler-Membranen.

NordseekrabbeEin Brei aus gemahlenem Krabbenchitin, angerührt mit Nordseewasser und Ceylon-Zement, wird wie beim Glockenguss in eine Bienenwachs-Einmalform gegossen. Drei Tage lang härtet der Rohling aus  und muss dann nur noch gestimmt werden. Dieses Verfahren wird bei ABACUS noch bis zur Patenterteilung geheim gehalten.

Die fertige Membran ähnelt einer Schüssel - daher der Name „Klangschüssel“. Klangschüssel aber auch, weil der ganze Schall sozusagen in der Schüssel landet. Auch die schrecklichste CD oder Schallplatte erzeugt absolute Stille.

Zur feierlichen Übergabe der Urkunde an die Entwickler Karl-Heinz und Hanno Sonder am 1. April 2010 um 18:90 Uhr in der Friedeburghalle in Nordenham können sich Interessenten unter +49 (0)4731 5088 oder per Email  anmelden. In der Feierstunde werden die ABACUS-Klangschüsseln erstmals öffentlich demonstriert. Die Jungs der berühmten Hardrockband, Hermann Löns und die Heiderocker, werden die E-Gitarren derart strapazieren, dass die Anodenbleche der Endröhren glühen, aber nichts wird zu hören sein. Absolute Stille - wunderbar!

Nordenham, am 1. April 2010 (khs)


"Problemlautsprecher"

 "Problemlautsprecher" -Capciti elektrostatischer Lautsprecher

dieses Thema hat die Gespräche der letzten Wochen besonders beherrscht...

Oft ist die Rede von Problemlautsprechern. Und immer heißt es, man brauche dafür einen "besonders stabilen" Verstärker. Dieser müsse ein Netzteil in der Dimension eines Umspannwerks haben und mindestens 1.000 Watt im Kühlkörper verheizen, um den Lautsprechern vielleicht noch 10 Watt zuzuführen...

Bestimmte Maßmahmen bei der Konstruktion von Lautsprechern verbinden einen Klanggewinn mit elektrischen Eigenschaften. Das sind dann oft geringe und erhöhte Impedanzwerte und andere Erscheinungen. Aber sind sie darum wirklich Problemlautsprecher?

Der Gerechtigkeit halber sollte man fragen, ob in diesem Zusammenhang oft nicht besser von "Problemverstärkern" gesprochen werden sollte...

Wenn elektrostatische oder magnetostatische Schallwandler, Biege- und Biegewellestrahler, Breitband- und Compound-Lautsprecher und andere akustische Problemlöser nicht mit handelsüblichen Verstärkern harmonieren, liegt es meistens nicht an einer zu geringer Leistung.

Ecouton LGL200Wenn es gelingt, einen von der Art der Last unabhängigen Verstärker zu bauen, sind die beschriebenen Probleme passé. Dann sind auch keine  Verstärkerkonstruktionen von begehbaren Ausmaßen erforderlich.

Oft helfen Röhrenverstärker, obwohl die mit Leistung meistens bescheiden daherkommen. Aber jedes "Lautsprecherproblem" lösen die auch nicht, weil sie fast keine Gegekopplung realisieren können.

Der klassische Röhrenverstärker arbeitet aber als "Transkonduktanzverstärker". Wahrscheinlich bewahrt ihn diese Bauart vor dem Museum. Allerdings funktioniert er nur in zwei Quadranten.

Der "richtige" Verstärker ist ein Transkonduktanzverstärker, der perfekt in allen vier Quadranten arbeitet, also perfekt den Lautsprecher negativ und positiv antreibt und gleichzeitig negativ und positiv bremst. Der führt den Lautsprecher an der Stange. Das funktioniert aber nur mit Transistoren.

Ein solcher Verstärker liefert das Ausgangssignal wie der Röhrenverstärker an den Kollektoren der Endtransistoren. Das Ausgangssignal ist hier ausschließlich von der Gegenkopplung abhängig, der Eingangswiderstand im Ausgang ist null Ohm.

Schön ist, dass dieser Verstärker nicht erst erfunden werden muss...

Dieser Beitrag soll die Leser-Schar anregen, die mit ihren Lautsprechern nur zur Hälfte glücklich sind, weil es eben "Problemlautsprecher" sind.

März 2010 - khs


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