Surroundlösungen mit ABACUS Produkten

Ein paar grundlegende Gedanken

ABACUS große Vorführanlage

Noch vor gut 20 Jahren gehörte die Stereoanlage zum Erscheinungsbild eines Wohnzimmers. Für 1000 Mark bekam man ein Klangergebnis, zwar jenseits von heutigen HighEnd-Ansprüchen, aber befriedigend für Musik nach Feierabend, Berieselung nebenbei, und wenn es mal etwas feierlich zur Sache ging, konnte man auch schon mal aufdrehen.
Mit den immer besseren Bild- und Tonträgermöglichkeiten wurde plötzlich die Mehrkanaltechnik wieder ausgegraben und sollte für den Konsumermarkt günstig zur Verfügung stehen. Günstig bedeutet, dass alles, was zum Abspielen notwendig war, nicht mehr kosten durfte als die gute alte Stereoanlage. Dazu gehörten nun aber der DVD-Player, ein aktiver Subwoofer und natürlich 5 kleine Lautsprecher mit entsprechenden Verstärkern. Was man hierbei von den einzelnen Komponenten klanglich erwarten darf, liegt auf der Hand.
Weil diese neuen Systeme nun ja sowieso einen Subwoofer als Bestandteil hatten, wurden die Lautsprecher entsprechend verkleinert, bis sie heutigen Wohnraumdesignansprüchen genügten und so wenig wie möglich auffielen.
Warum haben diese Systeme nun aber allgemein den Ruf, zwar für Filme recht beeindruckend zu sein, für Musikwiedergabe jedoch nicht so recht Spaß zu machen? Warum hat man trotz immer weiter steigender Lautsprecherzahl vielfach das Gefühl, mit Geräuschen „beschmissen“ zu werden, anstatt eine echte räumliche Dimension vermittelt zu bekommen?

Probleme vieler Heimkinosysteme der Konsumklasse

Um das Hauptproblem dahinter zu verstehen, muss man sich zunächst einmal klarmachen, was die Aufgabe des Subwoofers eigentlich sein soll. In höherwertigen Heimkinos mit großen Lautsprechern dient der Subwoofer nur dazu, die tieffrequenten Effekte wiederzugeben, wie sie in Filmen z.B. bei Explosionen auftreten oder bei Science Fiction gerne im Hintergrund das Gefühl vermitteln sollen, man befände sich auf einem Raumschiff. Ob sich diese Signale bei der Wiedergabe zeitlich perfekt in das Klangbild der übrigen Lautsprecher einfügen, ist eher zweitrangig. Da wohnraumfreundliche Subwooferkonzepte aufgrund ihrer Größe kaum zu echtem Tiefbass in der Lage sind, wird die Schallenergie oft nach unten abgestrahlt, um den Raum möglichst stark mitanzuregen.

Entstehung eines Grundtonlochs bei vielen Heimkinos

Kommen nun aber als Satelliten kleine Passivlautsprecher zum Einsatz, wie in den meisten günstigen Systemen üblich, dann reicht deren Frequenzbereich im Bass nicht weit genug herunter, um Filmmusik und Stimmen glaubwürdig darzustellen. Den Bassbereich muss also ebenfalls der Subwoofer übernehmen. Hierzu werden die tiefen Töne der einzelnen Lautsprecher dorthin umgeleitet. Das Signal wird also zunächst einmal auseinandergerissen. Damit sich später beim Abstrahlen aus den einzelnen Schallquellen alles wieder richtig zusammenfügt, müssen einige Kriterien erfüllt sein. Zum einen müssen sich die Signale trotz räumlicher Distanz zeitrichtig überlagern, zum anderen müssen sich die Frequenzbereiche der Lautsprecher mit dem des Subwoofers nahtlos ergänzen. Und genau da liegt die Schwierigkeit. Lässt man einen Subwoofer weiter als bis 100Hz hochspielen, tritt er immer mehr als eigene Schallquelle in Erscheinung und wird ortbar. Die untere Grenzfrequenz der meisten Surroundlautsprecher liegt aber wesentlich höher. Die Folge ist eine Unterpräsenz der Frequenzen in diesem Bereich, der genau dem Grundtonbereich vieler Instrumente entspricht.

ABACUS Lautsprecher für Surround

Nahtlose Überlagerung Subwoofer-Satelliten

Bereits die kleinsten ABACUS Aktivlautsprecher C-Box 2 reichen im Tiefton bis 35Hz. Mit entsprechender Subwooferunterstützung werden Filmgeräusche naturgemäß wiedergegeben und bei der Musikwiedergabe bleibt das Grundtonloch aus.
Größere ABACUS Lautsprecher reichen sogar bis 16Hz und machen damit je nach Raumgröße und erforderlicher Lautstärke den Einsatz eines Subwoofers gänzlich überflüssig.
Aufgrund der sehr ähnlichen Abstimmung aller ABACUS Lautsprecher lassen sich prinzipiell alle miteinander kombinieren. So kann auch besonderes Augenmerk auf die Stereowiedergabe gelegt werden und die Surrounderweiterung eher unauffällig realisiert werden. Zu den Konfigurationsbeispielen.

Quellgeräte, Dekoder?

Für die Multikanalwiedergabe ist natürlich ein Quellgerät erforderlich, das auch für alle Surroundkanäle diskrete Signale ausgibt. Für diese Aufgabe benötigt man einen Dekoder.
Erfolgt die Wiedergabe über den Computer, so ist der Dekoder meistens Bestandteil der Software und moderne Soundkarten können diskrete Linepegelsignale für alle Kanäle ausgeben. Wer es höherwertig will, kann hier einige Studio-Schnittstellen nutzen, die häufig auch Heimkinoausgabe ermöglichen.
Soll auch das Surroundsignal von verschiedenen HDMI-Quellen dekodiert werden, kommt man um einen mehrkanalfähigen AV-Receiver nicht herum. Receiver mit Line-Ausgängen, wie sie für Aktivlautsprecher benötigt werden, finden sich erst in gehobenen Preisklassen. Es ist aber prinzipiell auch möglich, mittels Adaptern die Lautsprecherausgänge zu nutzen, die sonst üblicherweise passive Satelliten speisen. Diese müssen dann keine Lautsprecher mehr antreiben, sondern nur noch das Kabel und die hochohmige Eingangsstufe der Aktivbox. Und das können sie häufig gar nicht schlecht.
Bei langen Signalwegen zu den einzelnen Lautsprechern empfiehlt sich häufig der Einsatz eines Linetreibers.

Stereo-Bypass

Stereowiedergabe nebenbei

Wenn das Hauptaugenmerk auf Stereowiedergabe liegt, ist es außerdem möglich, die Frontkanäle der Mehrkanalquelle wie eine Stereoquelle an einem Vorverstärker anzuschließen. Wird nun von CD oder einem anderen Stereogerät gehört bleibt der Surrounddekoder außen vor. Für Surround werden nun einfach die anderen Lautsprecher zugeschaltet, die Lautstärke am Vorverstärker auf einen festen, markierten Wert eingestellt und alles weitere übernimmt dann der Dekoder.